• Digitales Europa 2030

    Daten & Demokratie

Was ist Digitales Europa 2030: Daten & Demokratie?

Die Zukunft der Demokratie in der Europäischen Union wird weitgehend von der Art und Weise geprägt sein, wie wir digitale Technologien in unsere Gesellschaften, Volkswirtschaften und politischen Systeme einbetten. Um den digitalen Wandel innerhalb der EU auf der Basis demokratischer Werte erfolgreich gestalten zu können, ist es entscheidend, dass wir eine gemeinsame Vorstellung davon entwickeln, wie wir in Zukunft mit Daten umgehen.

Unter dem Titel „Digitales Europa 2030: Daten & Demokratie“ wird die Alfred Herrhausen Gesell-schaft ab Herbst 2021gemeinsam mit einer interdisziplinären Arbeitsgruppe der Frage nachgehen, wie das Erheben, die Analyse, und die Verwertung von Daten in Zukunft zum demokratisch-gesellschaftlichen Nutzen erfolgen kann. Unter Anwendung verschiedener Instrumente der strategischen Vorausschau werden 13 Expert:innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft Szenarien entwerfen, Ziele formulieren, Roadmaps entwickeln und konkrete Ideen für politische Optionen entwerfen, die schließlich auf Ebene der europäischen Institutionen vorgestellt werden.

Das Projekt stellt die zweite Iteration der Reihe "Digitales Europa 2030" dar und baut auf den Ergebnissen unseres vorangegangenen Projekts zum Thema "Politische Öffentlichkeit und digitale Souveränität" auf.

Warum Digitales Europa 2030: Daten & Demokratie?

Innovative digitale Produkte und Dienstleistungen beruhen häufig auf der Analyse großer Datensätze. So auch zum Beispiel Geschäftsmodelle, die mit Microtargeting durch (politische) Werbung verbunden sind. Diese können umfangreiche Konsequenzen für die Gesellschaft haben, wie die Polarisierung politischer Öffentlichkeiten oder die gezielte Verbreitung von Desinformation, die mitunter die Integrität von Wahlen untergräbt. Offene demokratische Gesellschaften sind hierfür besonders anfällig. Ausgehend von der konstitutiven Bedeutung individueller Rechte und persönlichen Handelns für die pluralistische Demokratie muss folglich untersucht werden, wie das Erheben, Analysieren und Verwerten von Daten zum demokratisch-gesellschaftlichen Nutzen erfolgen kann. Im Vordergrund dieses Projekts steht die Perspektive der Europäischen Union als Staatengemeinschaft: Gelingt es den 27 Mitgliedstaaten, die „Welle“ der Digitalisierung gemeinsam „zu reiten“ oder werden sie von ihr begraben?

Wie funktioniert Digitales Europa 2030: Daten & Demokratie?

Das Projekt Digitales Europa 2030: Daten & Demokratie startet zunächst im November 2021 mit einem Online-Kickoff. Im Dezember und Januar sind jeweils zweitätige Präsenzworkshops geplant. Im Dezember stehen die Ermittlung von Schlüsselfaktoren, welche die Zukunft der digitalen Demokratie in Europa bestimmen und das Aufzeigen möglicher Entwicklungspfade auf der Agenda. Auf dieser Basis erfolgt die Konzeption von Rohszenarien. Im Januar werden die Zukunftsbilder final ausgearbeitet und ausdifferenziert und schließlich im „Backcasting“ mögliche Hinwege zu einer positiven Vision entwickelt. Danach werden die Ergebnisse in verschiedenen Formaten und Veröffentlichungen aufbereitet und auf Ebene der europäischen Institutionen vorgestellt und weiterentwickelt.

Der Szenarien-Prozess wird methodisch von  Dr. Johannes Gabriel (Foresight Intelligence) geleitet. Das Projekt wird zudem von einem Sounding Board begleitet.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Samuel Walker.